Wer ist hier der CHEF?

 

Ein langweiliges Musikprojekt
Für Kinder (ab 5Jahren) und Eltern
des Vereins do re mi fa so

Vom österreichischen Kulturservice unterstützt!

“...Ihr Talent entspringt der Freiheit, Ihre Verfahrensweisen zu wählen, ja man könnte beinahe sagen, dass, was wir Talent nennen, nichts anderes als diese Freiheit ist. Neue Verfahrensweisen sind jedem verfügbar, der sich entdeckt, oder der das Glück gehabt hat, auf einen Lehrer zu stoßen, der ihm geholfen hat, lernen zu lernen. Solche Lehrer unterrichten Musik und nicht diesen oder jenen Aspekt einer Kompositions- oder Spielweise.”

Moshé Feldenkrais

 

Es ist mir eine große Freude Ihnen hiermit Wer ist hier der Chef?, mein Projekt für Kinder und Eltern vorstellen zu dürfen. Wie Sie sehen: Es geht um Kindern, Eltern und Musik. Kann dieses Dreieck überhaupt noch etwas Neues, etwas vermeintlich noch nie da gewesenes, hervorbringen? Welchen Nutzen haben die einzelnen Teilnehmer?

Die Kinder:
Sie können in diesem Projekt viele verschiedene Musikwege erfahren und lernen, Musik als ein Mittel für ihre eigene Ziele einzusetzen.
Es klingt wenig, aber was sind die Ziele unserer Kinder, die sich bewusst oder unbewusst zeigen?!


Die Eltern:
Sie haben die Möglichkeit ihr eigenes Kind aus einer anderen Perspektive zu sehen, aus einer Perspektive, die sie nicht kennen oder (das passiert oft) die sie nicht sehen wollen. Sie können die Erfahrungen ihrer Kinder beobachten, akzeptieren, unterstützen (z. B. das Kind zum
Klavierunterricht zu bringen, bedeutet nicht gleich, dass das eine Unterstützung ist) und ihren eigenen Musikweg kennen lernen, oder breiter machen.
Ich habe so viele Leute getroffen, die sich nicht singen oder tanzen trauen („Ich habe kein Gehör“ oder ähnliche Feststellungen). Singen, spielen, tanzen: mit Kindern und mit anderen, die ähnliche Wünsche, Ängste, aber auch Mut haben, geht’s leichter.


Das ist ein Projekt, das die Fähigkeit hat, auch ernsthafte Sachen durch das Spiel zu lösen – ein gutes Rezept für das alltägliche Leben?

Wie funktioniert der “Chef?”
Das Chefprojekt ist ein lebendiges Wesen, das sich überall zurechtfindet, wo es Kinder und Erwachsene gibt und wird daher auch an vielen netten Orten (Kindergärten, Schulen, Seminarräumen...) stattfinden.


In der Gruppe sind 5 oder 6 Paare. Jedes Paar besteht aus einem Kind und einem oder beiden Elternteil(en)

Programm:

Individueller Unterricht für Eltern
Individueller
Unterricht für Kinder
Gruppe für Eltern
Gruppe für Kinder
Gemeinsamer Gruppenunterricht

Das Programm kann man auf verschiedene Art und Weise organisieren: Nach dem Wunsch der Teilnehmer – von Einigem mehr, von Anderem weniger, etwas auslassen, oder etwas dazugeben... Aber das zeigt sich sehr schell. Jede Gruppe ist eine Welt für sich mit einem eigenen Programm.

Der gemeinsame Gruppenunterricht ist sehr wichtig; Vorher bereite ich aber alle in individuellem Unterricht so vor, dass sie sich später in der Gruppe wirklich entspannen können, und so das Maximum herausnehmen.

Dann gibt es verschieden Spiele: Tanzen, Singen, Schreien, spezielle Körperübungen (Die Übungen wurden in Zusammenarbeit mit einer Feldenkraistrainerin extra für dieses Projekt entwickelt und machen viel Spass), Orff – Instrumentarium, Improvisieren, auch Klavierspielen. Und alle Instrumente (von der Triangel bis zum Kontrabass) können voll beschäftigt sein: Die Spiele sind so konzipiert, dass jeder Teilnehmer abwechselnd Chef ist.
Im Anschluss daran gibt es eine Besprechung, bei der man Erfahrungen tauschen kann und neue, aufgeweckte Ideen für die nächste Einheit besprechen kann.

Der Chef hat viel Zeit und lehrt Euch dasselbe
(wenn die Zeit schon relativ ist, warum nicht ein Mal – zur Abwechslung – immer genug Zeit haben?)

Am Anfang ist es nicht leicht, aber es funktioniert:
Durch verschiedene Spiele, die ich nach Bedarf einer Gruppe wähle, ist die ganze Stimmung ziemlich locker, und alle Teilnehmer fühlen sich wohl. Nur in so einer Atmosphäre kann sich ein Mensch (klein oder groß) öffnen und zeigen was er wirklich kann und will, und/oder was es nicht will. Bei den Aufnahmeprüfungen (zum Beispiel an
Musikschulen), wo es nicht so viel Zeit gibt, funktioniert es oft nicht, dass ein Kind in kurzer Zeit etwas zeigen kann (Musikalität, gutes oder schlechtes Gehör).

Eine Blume oder ein Apfelbaum brauchen eine bestimmte Zeit um zu wachsen. Das ist keine Frage sondern eine Feststellung, die wir akzeptieren. Sind wir Menschen wirklich etwas ganz anderes, dass wir uns für jede Kleinigkeit anstrengen müssen, weil es bei uns zu wenig Zeit gibt? Was hat die Blume, was wir nicht haben?